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Langsame Erholung: Schweizer Handel auf Sparflamme

(11.02.2010) Medienmitteilung: Robuste Handelsunternehmen während der Krise - Erholung erfolgt nur langsam

Robuste Handelsunternehmen während der Krise

Aufgrund des Zusammenbruchs der inländischen Absatzmärkte – insbesondere in der Industrie sowie im Maschinen- und Anlagebau war die Lage prekär – erlitt der Grosshandel 2009 zwar einen Wertschöpfungseinbruch von 3.0 Prozent. Die Handelsunternehmen konnten jedoch mit einem Wertschöpfungswachstum von nahezu 10 Prozent im Vorjahr auf ein angenehmes Polster blicken. Die Beschäftigungssituation blieb – teils dank Kurzarbeit – 2009 stabil. Insgesamt konnten sich somit die Schweizer Handelsunternehmen in den vergangenen Krisenmonaten relativ gut behaupten.

Nur langsame Erholung nach der Krise

Handel Schweiz rechnet mit einer Abkühlung der Schweizer Binnenwirtschaft 2010. Arbeitslosigkeit, der Wegfall konjunkturpolitischer Stützen im Bausektor und ein schwächerer Gastgewerbesektor werden voraussichtlich zu einer Stagnation im Importgeschäft führen. Die Handelsbranchen erreichen 2010 daher knapp ein positives Wertschöpfungswachstum von voraussichtlich 0.5%.

Deutliche Variation zwischen den Handelsbranchen

Die Branchen des konsumnahen Handels, die Basisbedürfnisse wie Nahrung bedienen, werden in diesem Umfeld weiterhin wachsen. Vor allem diejenigen Unternehmen, die Substitutionsgüter für teurere Produkte anbieten, profitieren. Luxussegmente, wie z.B. Unterhaltungselektronik und Automobile, werden es schwerer haben und teilweise herbe Verluste verbuchen. Zulieferer der Industrie beginnen auf sehr niedrigem Niveau von der Erholung zu profitieren. Hingegen blicken Zulieferer des Baugewerbes auf ein Rekordjahr 2009 zurück und werden im Jahresverlauf mit einem Nachfragerückgang konfrontiert.

2011 wird das Jahr der Wahrheit

Nächstes Jahr wird der Handel wieder auf einen stabilen Wachstumspfad einschwenken. Dafür muss sich jedoch zeigen, dass der Handel robust genug ist, ohne die stimulierenden Effekte der Bauwirtschaft auszukommen. Erneute Debakel der Finanzindustrie, zentrale Staaten in Zahlungsnöten und eine weiter steigende Arbeitslosigkeit sind ein Risiko, führen sie doch zu Verunsicherung unter den Wirtschaftsakteuren. Die für den Handel wichtige Nachfrageseite würde erneut geschwächt. Erst ab 2012 findet der Handel wieder auf einen stabilen Wachstumspfad von rund 2% und erreicht damit wieder ein im Vergleich zur Gesamtwirtschaft überdurchschnittliches Wachstum.

 

 

Kontaktpersonen für weitere Auskünfte:

Kaspar Engeli, Direktor (Tel. 061 228 90 33)

Andreas Steffes, Sekretär (Tel. 061 228 90 32)

 

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