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Agrarprotektionismus à la CH

(14. Dezember 2009) Medienmitteilung: Geschlossene Grenzen haben ihre Grenzen!

Wir leisten uns mit vier Milliarden Franken eine teure Landwirtschaft. Wir sind uns seit Jahren gewohnt, für jede Vollzeitstelle im Land- und Forstwirtschaftsbereich pro Jahr CHF 10‘000 auszugeben. Wir erhalten dafür auch Leistungen, zu denken ist etwa an die Erhaltung der Landschaft und weitere unentbehrliche multifunktionale Aufgaben. Von den
guten Produkten ganz zu schweigen.

Woher kommen die vier Milliarden Franken, welche die Bauern verständlicherweise so vehement verteidigen? Von den wertschöpfungsstarken Industrien im Export und Handel!
Nur wenn dort Geld verdient wird, kann es verteilt werden, z.B. an die Bauern. Dass diese sich systematisch gegen jede Veränderung zur Wehr setzen und gegen jegliche Marktöffnung auf die Barrikaden gehen, ist mehr als ärgerlich und dumm. Mutwillig und kurzsichtig wird das Gemeinwohl völlig ausgeblendet.
Die WTO lahmt. Das ist für die Schweiz massiv nachteilig. Wir leben vom Export und sind auf gleich lange Spiesse auf den Weltmärkten angewiesen. Jegliche Form von Protektionismus schadet uns allen. Dass die Bauern immer noch das Lied völlig überholter abgeschotteter Staatsmärkte singen, wo unbeachtet der Nachfrage ins Blaue hinaus produziert wird, ist verheerend. Offene Grenzen ermöglichen Exporte; aus deren Erträgen werden die Bauern mit Direktzahlungen versorgt. Aus Egoismus die Grenzen schliessen
zu wollen, das mag auf den ersten Blick verlockend erscheinen. Auf den zweiten Blick ist es schädlich und gefährdet die gesamte Wirtschaft. Und das ist nicht länger hinnehmbar.

Handel Schweiz setzt sich seit jeher ein für den offenen Aussenhandel. Importe dürfen nicht behindert werden, nur so sind Schweizer Exporte auch weiterhin möglich. Die Landwirtschaft muss schleunigst den Blickwinkel ändern: Der Agrarfreihandel mit der EU ist eine riesige Chance in mehrfacher Hinsicht:
• Er ermöglicht den Zugang zum europäischen Markt mit 500 Millionen Konsumenten;
• Er bewirkt einen Innovationsschub für Agrarprodukte;
• Er legt die Basis dafür, dass die Bauern auch in Zukunft den Zustupf in Milliardenhöhe erhalten.

 

Kontaktpersonen für weitere Auskünfte:

Kaspar Engeli, Direktor (Tel. 061 228 90 33)

Ueli Stursberg, 1. Sekretär (Tel. 061 228 90 31)

 

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