(24.02.2010) Medienmitteilung: Die Schweiz ist in allen Bereichen ihrer Wirtschaft angewiesen auf stabile Beziehungen zu den Nachbarn und der ganzen Welt. Diese müssen aktiv angebahnt, unterhalten und ausgebaut werden. Die wirtschaftspolitischen Vehikel sind bilaterale und multilaterale Verträge.
Seit Monaten befindet sich die Schweiz in selbstverschuldeter und völlig unnötiger Defensive. Es ist höchste Zeit, dass sie da wieder raus kommt. Ein Verharren in dumpfer Lähmung ist völlig falsch! Gefragt sind verschiedenste Player:
- Die Banken müssen endlich glaubwürdig neue Modelle entwickeln und wegkommen vom überholten Bank(kunden)geheimnis. Dies lässt sich in der heutigen Form nicht halten. Je länger man lamentiert und Bubentrickli versucht, umso nachhaltiger ist der Schaden. Ziel muss sein, dass die Schweiz gute Dienstleistungsabkommen unterzeichnet, um mit gleich langen Spiessen international tätig sein zu können. Nach dem Freihandel mit Gütern muss dieser auch auf den Dienstleistungssektor ausgeweitet werden.
- Die Bauern müssen sich auf ihre grosse Stärken besinnen und markttaugliche Produkte höchster Qualität herstellen, statt mit Protektionismus zu liebäugeln. Das Agrarfreihandelsabkommen mit der EU muss rasch abgeschlossen und umgesetzt werden. Es darf nicht sein, dass die Bauern dieses torpedieren und mit massiven flankierenden Massnahmen – sprich Zahlungen – ad absurdum führen. Das kann sich die Schweiz nicht leisten.
- Die Politik schliesslich muss entsprechende Rahmenbedingungen setzen und die Entwicklungen aktiv und mutig verfolgen. Und von ihr ist zu fordern, dass sie sich vermehrt durchsetzt und gegen Partikularinteressen, welche die gesamte Volkswirtschaft und den Wirtschaftsstandort Schweiz gefährden.
Die Schweiz ist in besonderem Masse eine offene Volkswirtschaft und auf weltweit zugängliche Märkte angewiesen. Gerade in Krisenzeiten wie heute muss alles daran gesetzt werden, Protektionismus-Tendenzen dezidiert entgegen zu wirken. Wir müssen wettbewerbsfähig bleiben, das heisst uns weiter öffnen. Die feststellbare schleichenden Behinderung wirtschaftlicher Aktivitäten verfolgt Handel Schweiz mit Besorgnis.
Kontaktpersonen für weitere Auskünfte:
Kaspar Engeli, Direktor, Handel Schweiz: Tel. 061 228 90 33
Andreas Steffes, Sekretär, Handel Schweiz: Tel. 061 228 90 32
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